Der Weg zum CERTIFIED FINANCIAL PLANNERTM

Ausgangspunkt für die Zertifizierung ist auch hier wieder eine qualitativ hochwertige Ausbidung. Gemäß dem Stufenbau, der in Österreich in der Beraterausbildung herrscht, ist es möglich, als Diplom.Finanzberater / EFA® in die weiterführende Ausbildung einzusteigen. Akkreditierter Ausbildungsträger ist derzeit ÖPWZ-Finanzlehrgänge. Übrigens: Auch nach längerer Ausbildungspause ist eine Fortführung problemlos möglich, weil die verpflichtende Weiterbildung das Wissen der Studierenden auf dem letzten Stand hält.

Nach der sog. Finanzplanerausbildung, die mit einer sechsstündigen schriftlichen Prüfung in inklusive komplexerer Fallstudien abschließt, ist das Expertentraining des Verbandes zu absolvieren. Als "capstone course" vermittelt dieser Kurs das notwendige Wissen und die erforderlichen Fertigkeiten für die Erstellung von umfassenden Finanzplänen. Im Anschluss an das Expertentraining erhalten die Studierenden eine sehr komplexe Fallstudie, an Hand derer sie einen umfassenden Finanzplan erstellen müssen.

Die Zertifizierungsprüfung setzt sich in Österreich aus drei Teilen zusammen: Einem schriftlichen Prüfungsteil, der vom Verband abgehalten wird, der Erstellung des Finanzplans, der extra benotet wird, und - im positiven Fall - einer mündlichen Prüfung, die ein Kundengespräch, das sog. Strategiegspräch, simuliert, bei dem dem Kunden die Strategie des Finanzplans näher gebracht werden muss.

Ist die Zertifizierungsprüfung erfolgreich abgelegt worden, muss die erforderliche Berufserfahrung vorliegen, bevor um Zertifizierung angesucht werden kann. Gefordert sind drei Jahre Berufserfahrung im Financial Planning, wobei zumindest in drei Teilbereichen des Financial Planning Erfahrung mit Kundenkontakt nachzuweisen ist. Möglich ist auch der Erfahrungsnachweis durch ein Jahr berufliche Erfahrung mit Financial Planning unter Supervision.

Ist auch der Bereich Erfahrung nachgewiesen, so muss weiters Unbescholtenheit durch ein polizeiliches Führungszeugnis gegeben sein, es dürfen keine gerichtlichen oder aufsichtsrechtlichen Schritte gegen den Zertifizierungswerber eingeleitet sein und es muss ein gesundes finanzielles Gebaren vorliegen. Der Zertifizierungswerber muss sich zu kontinuierlicher Weiterbildung und vor allen zur Einhaltung der Standesregeln des Verbandes verpflichten.

Verläuft die Überprüfung positiv, so wird eine Zertifizierung erteilt, allerdings nur auf Zeit, nämlich auf zwei Jahre befristet. Danach ist die verpflichtende Weiterbildung nachzuweisen sowie berufliche und finanzielle Unbescholtenheit. Jede Re-Zertifizierung wird wieder nur auf zwei Jahre erteilt. Alle CFP-Zertifikatsträger sind in einem öffentlich zugänglichen Register eingetragen. Dieses Register ist auf dieser website unter Expertensuche abzurufen.

Die CFP-Zertifizierung ist international. Dennoch gibt es nationale Komponenten wie Recht, Steuern, Sozialversicherung etc. Im Sinne der Transparenz gegenüber den Kunden haben Deutschland, Österreich und die Schweiz das D-A-CH-Abkommen, ein Reziprozitätsabkommen für eine grenzüberschreitende Zertifizierung, abgeschlossen. Dieses beinhaltet die jeweils notwendigen Ergänzungsprüfungen, wenn beispielsweise ein deutscher CFP-Zertifikatsträger auch Schweizer Kunden betreut. Das Reziprozitätsabkommen ist unter Downloads abzurufen.

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Wussten Sie, dass es weltweit fast 160.000 CFP-Zertifikatsträger gibt? In Europa sind es knapp 6.000. Übrigens: Das Wall Street Journal nennt den CFP den "Goldstandard der Finanzberatung"!